Die Pauke

 

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Die Pauke (ital. timpano, frz. timbale, engl. timpani oder kettledrum; "Kesselpauke") ist ein wichtiges Schlaginstrument aus der Gruppe der Membranophone. Sie besteht aus einem fast halbkugeligen und unten offenen (Kupfer-)Kessel, der mit einem künstlichen oder natürlichen Fell bespannt ist. Durch einen am Rand oder in ihrem Inneren angebrachten Mechanismus kann das Fell verschieden stark gespannt werden, so lässt sich – im Unterschied zur Trommel – die Tonhöhe des Klanges verändern.

 

Form der Pauke zur Bachzeit (ausgestellt in der Thomaskirche zu Leipzig)
Form der Pauke zur Bachzeit

 

 

Stimmung

 

Pauken, bei denen das zeitraubende Anziehen der einzelnen Schrauben durch eine so genannte „Maschine“ ersetzt ist, welche auf die ganze Peripherie gleichmäßig wirkt, heißen Maschinenpauken. Bei den Pedalpauken lässt sich die Tonhöhe mit Hilfe eines Fußpedals regeln. Somit ist der Paukist in der Lage, die Stimmung während des Spielens stufenlos zu verändern (Glissando). Eine weitere Sonderform ist die Wiener Pauke, bei der mittels eines Handrades nicht das Fell sondern der Kessel durch Hebelbewegung auf und nieder bewegt wird.

Heute benutzt man Pauken in fünf verschiedenen Größen mit einem Tonumfang von (Des-B), (F-d), (B-fis), (es-a) und (g-d').

 

 

Bespannung

    

Weltweit haben sich für die Bespannung der Pauken Kunststoffbälge durchgesetzt. In den großen Spitzenorchestern der klassischen Tradition in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie in denUSA, Großbritannien, Australien, Japan, Skandinavien und in Teilen Frankreichs wird jedoch weiterhin auf Naturbälgen gespielt. In Österreich, in der Schweiz und auch in Teilen Skandinaviens sind dies meist geschärfte Ziegenbälge, in Deutschland und in den übrigen Ländern meist imprägnierte gespaltene Kalbbälge (aus Celbridge, Irland).

 

 

Entwicklung

Dem Grundwesen nach ist die Pauke ein uraltes Instrument und von dem Toph oder Aduse der Hebräer bis hin zu den von Praetorius als „ungeheure Rumpelfässer“ geschilderten Heerpauken des 16. und 17. Jahrhunderts (Syntagma Musicum II, De Organographia 1619) und unseren Konzertpauken bei allen Völkern in den verschiedenartigsten Gestalten und Formen zu finden. Von den Persern und Türken soll sie ins Abendland gekommen sein.

 

Saaler Pauke solo aufgestellt

 

 

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